Bunker N-S 48
Der Infanteriebunker N-S 48 mit dem Decknamen „U stodol“ liegt etwa 500 m von der Anhöhe Skutina entfernt in Richtung der Straße nach Sněžné. Es handelt sich um einen einseitig wirkenden Bunker mit einem rechten Kampfraum. Er sollte mit einer 4-cm-Kanone und zwei schweren Maschinengewehren in Zwillingslafette bewaffnet werden. Den fehlenden linken Kampfraum sollten zwei weitere schwere Maschinengewehre in einer Panzerkuppel ersetzen. Als weitere Waffe war ein schweres Maschinengewehr in einer Infanterieglocke vorgesehen. Als drittes Panzerelement in der Decke des Bunkers war eine Artilleriebeobachtungsglocke für den Artillerieturm im Werk N-S 50 geplant. Keines dieser Panzerelemente wurde jedoch eingebaut. Im September 1938 befand sich im Bunker eine vorläufige Besatzung aus Angehörigen der 4. Kompanie des Grenzregiments 18. Die vorgesehene Besatzung bestand aus 19 Mann. Bunkerkommandant war der Infanterieleutnant Ján Kukliš. Der Bau begann am 13. Juli 1938, die Betonierung wurde am 20. Juli 1938 abgeschlossen. Für den Bunker wurden 2410 m3 Beton benötigt. Während der Besatzungszeit wurden die Scharten aus dem Bunker herausgerissen, und ein Großteil des Bunkers wurde mit Wasser überflutet.
Im Bunker befindet sich ein 36 Meter tiefer Treppen- und Aufzugsschacht. Heute kann man über 201 Stufen bis auf dessen Grund in den unterirdischen Bereich hinabsteigen. Dort lassen sich etwa 9 Meter eines betonierten Gangs besichtigen und ein Blick in den ausgebrochenen Tunnel in Richtung des Bunkers N-S 49 werfen.
Im Jahr 1999 begann der Verein der Freunde der Festung Skutina mit den Restaurierungsarbeiten am Bunker. Er wurde entwässert, geräumt und so restauriert, dass er 2001 als Museum der Festung Skutina für die Öffentlichkeit geöffnet werden konnte, einschließlich des Treppenschachts und eines Teils der unterirdischen Anlagen.
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